Zahnpflege Katze

Der Mensch greift nach einer leckeren Fischmahlzeit eher zur Zahnbürste um den fischigen Mundgeruch loszuwerden. Bei der Katze sieht das ganz anders aus: Zahnpflegeprodukte mit Fischprodukt sind oft das einzige, was sie überhaupt für die Reinigung ihrer Beißerchen gelten lässt. Denn auch Mieze benötigt regelmäßige Zahnpflege um gesund zu bleiben.

Warum Zahnpflege bei Katzen sinnvoll ist

Sicher, in der freien Natur fressen Katzen alles Mögliche, ohne dass ihr Gebiss darunter leidet. Doch gerade darin liegt das Problem: Katzen, die vor allem von Mäusen und ähnlichem leben, haben weit weniger Zahnprobleme als Wohnungskatzen, die mit teurem Nassfutter verwöhnt werden und öfter Milch oder Leckerlis bekommen. Diese Nahrungsmittel tragen zur Bildung von Zahnstein bei, der Bakterien eine hervorragende Brutstätte bildet. So kommt es nicht nur zu Entzündungen im Mundraum der Katze, sondern in schweren Fällen auch zu gesundheitlichen Schäden an Herz und Nieren, wenn die Bakterien über die Blutbahn in den Körper gelangen.

Nahrungsreste im Maul führen außerdem zur Bildung von Säuren, die Zahnfleischentzündungen auslösen können. Unbehandelt entsteht so Paradontose, die irgendwann zu einer Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnausfall führt. Schätzungen zufolge leiden fast drei Viertel aller deutschen Hauskatzen an Zahnproblemen – Zeit also um gegen zu steuern.

Wie sieht die Zahnpflege bei Katzen aus?

Kaetzchen

Zunächst einmal sollten Katzen nicht nur Nassfutter erhalten, sondern auch Trockenfutter. Da die Katze dieses Futter knacken und kauen muss, wird Plaque automatisch von den Zähnen abgerieben und zugleich das Zahnfleisch massiert. Im Fachhandel sind auch spezielle Sorten Trockenfutter erhältlich, die gezielt der Zahnpflege dienen.

Tägliches Zähneputzen wird der Katze kaum gefallen, doch zumindest zwei-dreimal pro Woche ist es sinnvoll, der Katze etwas spezielle Zahnpasta zu verabreichen. Die eingangs erwähnte Zahnpasta mit Fischgeschmack (oder wahlweise mit Fleischgeschmack) ist dabei meist die beste Wahl, denn kaum eine Katze lässt sich die Leckerei entgehen. Allerdings sollte der Besitzer behutsam vorgehen: Wer die Katze einfach packt und ihr mit dem Finger die Zahnpasta auf Zähne und Zahnfleisch schmiert, wird sich garantiert einen Tatzenhieb einfangen, ehe das Tier verschreckt das Weite sucht. Besser ist es, abends mit der Katze ausgiebig zu schmusen und dabei irgendwann spielerisch ein wenig Zahnpasta wie ein Leckerchen verabreichen und sanft auftragen.

Professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt

Haben die Zähne schon Schaden genommen, sollte der Tierarzt einmal eine professionelle Zahnreinigung durchführen. Informieren Sie sich hier unbedingt direkt vor Ort bei Ihrem Tierarzt.