Katzen und Hunde müssen regelmäßig entwurmt werden, um sie vor Würmern zu schützen. Theoretisch ist es zwar möglich, eine Wurmkur nur dann durchzuführen, wenn tatsächlich schon Parasiten im Kot gefunden wurden, doch sinnvoller ist es, die Entwurmung  regelmäßig prophylaktisch – d.h. vorbeugend – durchzuführen.

Warum Wurmkuren?

Sowohl Hunde als auch Katzen können sich sehr leicht mit Wurmeiern infizieren. Bei Hunden ist häufig das Schnüffeln am Kot anderer Tiere schuld, während Katzen sich die Würmer beim Fressen wildlebender Mäuse holen. In der Regel sind freilaufende Katzen daher auch häufiger von Würmern betroffen als reine Stubentiger. Ein Wurm ist zunächst einmal nichts Schlimmes für das Haustier, wenn es als „Endwirt“ dient. Der Wurm siedelt sich im Darm oder in einem der inneren Organe des Haustieres an und lebt dort ohne Krankheiten hervorzurufen.  Manche Wurmarten können eventuell leichten Durchfall, Verstopfung oder auch Juckreiz am After hervorrufen.

Problematisch ist die Gefahr einer Zoonose, d.h. eine Übersiedlung des Wurmes auf den menschlichen Haustierhalter. Würmer wie der Spulwurm Toxocara mystax, der dreigliedrige Hundebandwurm Echinococcus granulosus oder der Fuchsbandwurm Echinococcis multilocularis können beim Menschen schwere Erkrankungen hervorrufen.

Es ist für Tierhalter nicht immer möglich, den Kontakt mit dem Kot ihres Tieres zu vermeiden, zum Beispiel wenn das Katzenklo gesäubert wird oder die Hinterlassenschaften des Hundes beim Gassi gehen im Park aufgehoben werden müssen. Auch Kotreste im Fell oder an der Schnauze können eine Übertragung verursachen.

Wie funktioniert die Wurmkur?

„Entwurmen“ klingt zunächst einmal wenig angenehm, doch letztendlich besteht die Entwurmung nur daraus, der Katze oder dem Hund ein spezielles Präparat zu verabreichen. Erwachsene Tiere sollten etwa drei bis vier Mal im Jahr mit einem Mittel wie Flubendazol (gegen Spulwürmer) und Praziquantel (gegen Bandwürmer) behandelt werden. Bei jüngeren Tieren reichen Mittel gegen Spulwürmer.

Welpen und kleine Kätzchen sollten schon kurz nach der Geburt entwurmt werden. Bei Welpen wird gewöhnlich nach zwei Wochen mit der Wurmkur begonnen, bei Katzen nach drei Wochen. Anschließend müssen sie etwa alle zwei bis drei Wochen entwurmt werden, bis sie nicht mehr von der Mutter gesäugt werden. Die Muttermilch einer mit Würmern infizierten Hündin oder Katze ist für die Jungtiere die mit Abstand größte Gefahrenquelle. Zugleich besitzen sie noch keine körpereigenen Abwehrkräfte um die Eindringlinge fernzuhalten.

Halten Sie bitte stets Absprache mit Ihrem Tierarzt. Der kann Ihnen die passende Wurmkur für Ihr Tier empfehlen.