Katze im Haus

Zieht zum ersten Mal eine Katze als Mitbewohnerin in die eigenen vier Wände ein, lauern viele Gefahren: Wer kennt sie nicht, die Gruselgeschichten über Katzen, in der Waschmaschine einen Waschgang bei 60°C aushalten mussten? Ehe die Katze einzieht, sollte sich der zukünftige Katzenhalter unbedingt mit dem Thema Katzensicherheit auseinandersetzen und das eigene Haus oder die Wohnung entsprechend vorbereiten.

Vorsicht Kabelsalat

Der Kabelsalat ist in deutschen Privathaushalten in den letzten Jahren stetig gewachsen: Der Computer und seine Peripheriegeräte, die heimische Unterhaltung mit Fernsehern, Spielkonsolen und Extras, die zahllose Haushaltsgeräte in der Küche… Kabel sind allgegenwärtig. Da hilft auch das heimische WLAN nicht viel, denn Strom lässt sich nur über Kabel weiterleiten. Kabel sollten also möglichst gebündelt und am besten hinter einer Plastikschutzschicht versteckt werden. Im Möbelhaus mit den Fleischbällchen gibt es dazu spezielle Plastikschläuche, die mehrere Kabel fassen. Reicht dies auch nicht, können Plastikröhren aus dem Baumarkt helfen oder der Schlauch eines ausrangierten Staubsaugers. Kleine Katzen sollten von Anfang dazu erzogen werden, Kabel in Ruhe zu lassen und nicht daran zu knabbern oder damit zu „spielen“, bis der teure Plasmafernseher herunterfällt und kaputtgeht (oder gar die Katze erschlägt).

Katzen verstehen „heiß“ nicht

Wohnung

Es grenzt an ein Phänomen wie treffsicher so manche Katze auf der heißen Herdplatte landet und sich die Pfötchen ordentlich verbrennt. Besonders gefährlich ist dies nach dem Kochen, wenn die Besitzer beim Essen sitzen und die Katze in der Küche auf die Suche nach Resten, Milchpfützen und ähnliches geht – und dabei über die noch heiße Herdplatte läuft. Hier hilft nur eines: Die Katze möglichst konsequent aus der Küche verbannen. Dies schützt auch davor, dass die Katze den zum Auskühlen offen stehenden Ofen als warme dunkle Höhle entdeckt, sich darin zusammenrollt und später jämmerlich erstickt, wenn die Tür ohne genaueres Hinsehen geschlossen wird.

Eine wenig beachtete Gefahrenquelle ist auch das Bügeleisen, das nach dem Bügeln oft noch eine Weile herumsteht um abzukühlen. Die Katze entdeckt das Spiegelbild auf der Unterseite, streckt neugierig die Pfote danach aus – und schon ist es passiert. Heiße Bügeleisen sollten also stets so hingestellt werden, dass die Katze nicht dran kommt.

Katzen und der Drang ins Freie

Katze im Freie

Eine Katze ist dann am glücklichsten, wenn sie über eine Katzenklappe in der Tür raus und rein kommt wie sie will – und idealerweise draußen einen großen Garten zum Herumstromern findet. Unabhängig ob diese Option besteht oder nicht, sollten Katzen möglichst von Balkonen ferngehalten werden. Ausnahme: Wenn der Balkon recht niedrig ist und die Katze von dort problemlos einen Baum erreicht, über den sie zum Erdboden gelangt. Ansonsten kann es leicht zu gefährlichen Stürzen kommen, wenn die Katze das Gleichgewicht verliert oder einfach falsch kalkuliert und zum beherzten Sprung aus dem 3.Stock ansetzt. Spezielle Netze am Balkon bieten zusätzliche Sicherheit.

Unbedingt vermieden werden müssen gekippte Fenster – wenn draußen die Natur lockt, versucht die Katze durch den Spalt ins Freie zu gelangen und bleibt stecken. Dabei kann sie sich schwere Verletzungen zuziehen. Wer unbedingt die Wohnung mit gekippten Fenstern lüften will, sollte den Spalt mit speziellen Schutzgittern katzensicher machen.

Jetzt noch gefährliche Giftpflanzen außer Reichweite der Katze unterbringen – und der neue Stubentiger kann getrost einziehen!