Ob Massagen für Moppi oder Hydrotherapie für Hasso: Das Geschäft mit der Wellness für den Hund boomt. Wer seinem Hund jedoch wirklich etwas Gutes tun will, kann dies auch mit weit weniger Geld und persönlichem Einsatz erreichen.

Pflege und Hundesport

Ein Hund freut sich zum Beispiel in der Regel mehr über eine ausgiebige Fellpflege als über eine teure Massage. Das ausgiebige Bürsten entfernt nicht nur die alten Haare aus dem Fell, sondern wirkt auch durchblutungsfördernd auf die Haut. Hunderassen mit langen Haaren profitieren in der Regel mehr von der Fellpflege, aber auch der kurzhaarige Hund freut sich über die sanfte Massage, die die Bürste ausübt.

Die Hydrotherapie kann bei kranken Hunden eingesetzt werden um nach einer Operation schmerzende Gelenke zu entlasten und die Muskeln zu trainieren. Auch bei Hunden mit starkem Übergewicht kann die Bewegung im Wasser zunächst sehr hilfreich sein, wenn das Tier auf normalem Boden kaum laufen kann. Für gesunde Hunde ist Hydrotherapie jedoch Unsinn. Sie freuen sich viel mehr über einen langen Spaziergang zu einem nahegelegenen Strand, See oder Fluss mit flachem Ufer, wo sie nach Herzenslust im Wasser herumtoben können.

Es muss auch kein teurer spezieller Hundesport wie das sogenannte „Agility“-Training sein, bei dem die Hunde gewissermaßen einen Hindernislauf absolvieren, der ihre Konzentration und Koordination fördern soll. Fahren Sie lieber an den Wochenenden in die nähere Umgebung und unternehmen sie lange Wanderungen, bei denen der Hund in aufregenden fremden Revieren schnuppern kann. Ein Spaziergang im Wald, am Strand oder durch duftige Wiesen ist für Mensch und Tier gleichermaßen entspannend. Hunde freuen sich auch immer darüber, Gegenstände apportieren zu dürfen – der alte Tennisball von zuhause ist dazu ebenso geeignet wie ein dicker Stock, der beim Spaziergang gefunden wurde.

Die richtige Ernährung für den Hund

Wichtig für den gesunden Hund ist auch die richtige Ernährung. Es muss kein speziell gekochtes Wellness-Menü sein – aber eine ausgewogene nährstoffreiche Mischung aus Nassfutter und Trockenfutter, sowie hundegerechte Leckereien. Auch wenn es der Zweibeiner nicht nachvollziehen kann: Ein kostenloser Tierknochen aus der Metzgerei bereitet dem Hund oft stundenlange Knabberfreude und wesentlich mehr Vergnügen als die teuren überzuckerten Leckerlis aus der Zoohandlung, die nur dafür sorgen, dass das Tier Fett ansetzt.

Zeit für Ihren Hund

Das schönste Geschenk für den Hund ist aber noch immer Zeit: Statt den Hund die ganze Woche zu ignorieren und nur kurz abends um den Block zu führen um dann ein teures „Wellness für Hund und Herrchen“-Wochenende zu buchen, nehmen Sie sich lieber jeden Tag eine halbe Stunde mehr Zeit für einen ausführlichen Spaziergang mit dem Hund und Streicheleinheiten!