Kinder wünschen sich oft sehnlichst eine Katze als Haustier, doch die eigensinnige Katze hat oft wenig mit der überschwänglichen Liebe eines ungestümen Kindes am Hut. Damit aus dem Verhältnis zwischen Katze und Kind Zuneigung und Liebe wird, sollten vor der Anschaffung einige Punkte beachtet werden.

Welche Katzenrassen sind Kinderlieb?

Generell lässt sich nicht unbedingt von der Rasse auf die Eignung für Kinder schließen, denn genau wie der Mensch ist auch die Katze mit einem individuellen Charakter gesegnet. Unter der weit verbreiteten Europäisch Kurzhaar – DER Hauskatze schlechthin – gibt es sanfte Gemüter, die sich von Kindern streicheln und umhertragen lassen, aber auch ungeduldige Wesen, die schnell mal mit der Tatze zuschlagen wenn sie sich genervt fühlen – oder beim Anblick von Kindern gleich die Flucht ergreifen.

Eine gute Partnerin für Kinder ist die Maine Coone-Katze, die groß, kuschelig-weich und vor allem sehr sanftmütig ist. Die Maine Coone gilt als anhänglich und verspielt und wird es mögen, wenn das Kind jeden Tag lange mit ihr spielt. Er wenig geeignet sind die temperamentvollen Katzen aus dem Fernen Osten wie die Siamesin und die Balinesin. Diese hochintelligenten Katzen brauchen viel Aufmerksamkeit und mögen es gar nicht, wenn sie von ihrem kindlichen Besitzer ignoriert werden – was durchaus vorkommen kann, wenn das Kind Spielkameraden zu Besuch hat oder mit einem neuen Spielzeug beschäftigt ist. Die Siamkatze ist zudem sehr geräuschempfindlich und wird mit lauten, tobenden Kindern gar nicht klar kommen. Soll es eine flauschige Katze zum Knuddeln sein, kommt auch die Türkische Angorakatze in Frage oder auch die Perserkatze, die jedoch täglich sorgfältig gepflegt werden will.

Ab welchem Alter sollten Kinder eine Katze bekommen?

Katzenliebe

Lebt die Katze ohnehin im Haushalt oder die jungen Eltern möchten sich eine Katze anschaffen, steht der Kombination Katze und Baby natürlich nichts im Wege. Generell – wenn die Anschaffung einer Katze nur ein Gedankenspiel ist oder sich das Kind eine Katze wünscht – sollten Kinder erst ab 3-4 Jahren mit Haustieren zusammengebracht werden. Vorher fehlt den Kleinkindern einfach noch das Bewusstsein für die Empfindungen der Tiere – Schmerz, Angst, Erschrecken oder Lärmbelastung. Ein tapsiges Kleinkind, das unbeholfen nach der Katze greift und sich einen Tatzenhieb einfängt, wird möglicherweise eine dauerhafte Angst vor Katzen entwickeln.

Anschließend hängt auch viel vom Wesen des Kindes ab – ein eher stilles Mädchen, das sich am liebsten stundenlang mit seinen Puppen beschäftigt, ist eher eine geeignete Bezugsperson für die Katze als das laute ungestüme Mädchen, das am liebstem mit Freundinnen herumtobt, draußen Ball spielt und zu lauten Musikvideos herumtanzt. Hilfreich kann es sein, wenn das Kind für ein oder zwei Wochen die Pflege einer Katze übernimmt, deren Besitzer in Urlaub sind. So wird das Kind selbst merken, ob es bereit ist, die tägliche Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen.