Immer häufiger werden heute Versicherungspolicen für Katzenhalter angeboten. „Lohnt sich das überhaupt?“, fragen die meisten Tierbesitzer dann. Tatsächlich können Katzenfreunde mit der richtigen Versicherung möglicherweise viel Geld sparen – allerdings kommt es auf das Kleingedruckte an.

Krankenversicherungen für die Katze

Die einzige sinnvolle Versicherung für die Katze ist eine zusätzliche Krankenversicherung, die für etwaige hohe Tierarztkosten aufkommt. Allerdings sollten Besitzersorgfältig die Preise vergleichen, denn die Policen kosten häufig mehr als der jährliche Tierarztbesuch zum Impfen. Die Preise orientieren sich unter anderem am Alter des Tieres – je älter umso teurer – aber auch an der Rasse, am Geschlecht und der Größe.

Angeboten werden unterschiedliche Tarife: So gibt es Krankenversicherungen, die nur für die Kosten einer Operation aufkommen und Krankenversicherungen, die lediglich für die Standardleistungen wie regelmäßige Wurmkuren aufkommen, Operationen aber explizit ausschließen. Daneben gibt es natürlich auch entsprechend teurere Kombipakete.

Zu beachten sind Ausschlussklauseln für bestimmte Behandlungen oder auch für die Behandlung im Ausland. Dies dürfte für Katzenbesitzer zwar in der Regel weniger bedeutend sein als für Hundebesitzer, die ihr Tier mit in den Urlaub neben, doch wer zum Beispiel ein Ferienhaus an der holländischen Nordseeküste oder auf Mallorca besitzt und im Sommer für längere Zeit dorthin übersiedelt und die Katze mitnimmt, sollte auf diesen Punkt achten.

Ausschlussklauseln können zum Beispiel besagen, dass die Versicherung keine Kosten für Krankheiten übernehmen, die aufgrund einer Vernachlässigung der Impfpflicht entstehen oder dass keine Kosten für verhaltenstherapeutische Behandlungen übernommen werden. In anderen Fällen werden Leistungen nur bis zu einem festgelegten Maximalsatz übernommen.

Lohnt sich die Krankenversicherung?

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob sich die Kosten für die Police lohnen. Einerseits kann es natürlich gut möglich sein, dass die Katze fünfzehn Jahre lang beschwerdefrei durchs Leben geht  und außer den Impfungen und Wurmkuren keine Kosten verursacht. Andererseits kann ein schwerer Autounfall teure Operationen und Nachbehandlungen erfordern, die den Besitzer leicht vierstellige Summen kosten kann – Summen die gerade Tierfreunde mit niedrigem Einkommen häufig nicht ohne weiteres aufbringen können. Eine Versicherung schützt hier vor unliebsamen Überraschungen und möglichen Schulden.

Haftpflichtversicherungen für Katzen überflüssig

katzenversicherung

Haftpflichtversicherungen sind vor allem für Hunde- und Pferdebesitzer wichtig, da sich die Tiere viel im Freien aufhalten, wo sie Kontakt mit Fremden haben – der Hund kann beim Gassi gehen möglicherweise einen Fremden beißen, das Pferd einem fremden Auto mit einem Tritt eine ordentliche Delle bescheren. Wie gut, dass es dann die Haftpflichtversicherung gibt, die für den Schaden aufkommt.

Für Katzen sind spezielle Haftpflichtversicherungen dagegen überflüssig. Versicherungstechnisch zählt die Katze zu den Kleintieren, bei denen die Privathaftpflichtversicherung für etwaige Schäden aufkommt. Diese springt ein, wenn die Katze mit ihren Krallen ein teures Kleidungsstück zerfetzt oder bei anderen Leuten eine Vase vom Regal schmeißt, zum Beispiel wenn sie dort als Urlaubsgast einige Tage wohnt.