Vorweg, natürlich sollten Sie nie Tiere per Post bestellen. Wenn allerdings kein Weg vorbeiführt (zum Beispiel um ein Tier zu retten, oder aus einer Gefahrenzone zu bringen), versuchen Sie das Tier so gut es geht zu schützen. Das Internet ist der größte Handelsplatz der Welt auf dem es wirklich alles gibt – auch Haustiere. Leider, muss man hinzufügen, denn der Handel mit lebenden Tieren hat negative Nebeneffekte, über die sich jeder  im Klaren sein sollte.

Geschützte Tiere aus dubiosen Quellen

Werden im Internet exotische Reptilien, Fische oder Vögel angeboten, handelt es sich oft um gewilderte Tiere, die in der freien Natur eingefangen wurden – selbst wenn es gegen bestehende Artenschutzgesetze verstößt. Viele dieser Tiere überleben schon den Transport auf dem See- oder Luftweg nicht, ein Umstand der von skrupellosen Händlern in Kauf genommen wird. Daher sollte auf den Kauf exotischer Tiere online möglichst ganz verzichtet werden, es sei denn, der Händler ist in Deutschland ansässig und kann eindeutig nachweisen, dass die angebotenen Tiere aus seiner eigenen Nachzucht stammen. Ebenso sollte bei dem Transport alles wichtige beachten werden, um die Tiere zu schützen.

Wenn möglich Selbstabholung bevorzugen

Es gibt eigentlich kaum einen Grund, warum ein Kaninchen oder Meerschweinchen mit der Post von Bayern nach Hamburg geschickt werden muss – schließlich gibt es in allen Regionen Deutschlands mehr als genug Haustiere, die zum Verkauf angeboten werden. Handelt es sich um eine seltene Rasse, einen persönlichen Kontakt oder um andere Gründe, warum das Tier über eine lange Distanz transportiert werden muss, sollte der zukünftige Besitzer sein Möglichstes tun, das Tier vor Ort abzuholen um ihm den Stress des Transportes zu erleichtern. Seriöse Händler bieten generell die Möglichkeit zur Selbstabholung an.

Spezielle Logistikfirma beauftragen

Fische

Führt kein Weg am postalischen Transport des Tieres vorbei, darf es auf keinen Fall in ein normales Postpaket gesteckt werden. Bestimmte Logistikunternehmen haben sich auf Tiertransporte spezialisiert und stellen die entsprechenden Behälter bereit, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen: So gibt es spezielle Transportkisten mit Wärmepacks für kälteempfindliche Echsen, oder für Schlangen diverse Holzkisten. Ebenso werden Tiere oft sogar von speziellen Firmen begleite, die sich um das zu transportierende Tier kümmern.

Für Fische gelten naturgemäß ganz besondere Vorschriften – so müssen die Tiere in doppelt gesicherten Transportbeuteln mit ausreichendem Sauerstoff untergebracht werden. Wichtig ist auch, dass die Fische in den letzten 24 Stunden vor ihrer Reise nichts mehr zu fressen bekommen, so dass sie das Transportwasser nicht verunreinigen.

Eine gute Transportfirma achtet darauf, dass die Tiere so schnell wie möglich ihr Ziel erreichen, in der Regel innerhalb von 15 Stunden. Sie wird auch die Annahme eines Tieres an einem Freitag verweigern, sofern die Zustellung nicht am Samstag morgen garantiert werden kann, denn sie darf nicht riskieren, dass die Tiere über das Wochenende in einem Depot feststecken.

Die Ankunft der Tiere

Auch wenn alle Vorschriften und Empfehlungen eingehalten wurden, ist der Transport für lebende Tiere noch immer eine sehr stressige Erfahrung. Nach der Ankunft sollten die Tiere daher zunächst viele Ruhe bekommen, um sich am Ankunftsort einzugewöhnen. Gerade Fische tun sich nach einer längeren Reise schwer mit der Umstellung auf eine helle Umgebung und eine andere Wassertemperatur, so dass sie über den Umweg Eimer erst nach und nach an ihr neues Aquarium gewöhnt werden.