hund weihnachten

Der Trubel der Weihnachtsfeiertage mit Familienbesuchen, Bescherungen, laute Weihnachtsmusik und üppigem Essen ist nicht nur für die meisten Menschen mit viel Stress verbunden. Auch Haustiere leiden unter der Störung ihrer gewohnten Routinen. Während sich die Katze meist ganz einfach aus dem Staub macht und in einem ruhigen Schlafzimmer zusammenrollt, ist der Hund dem weihnachtlichen Stress meist ausgeliefert. Mit diesen Tipps werden ihm die Feiertage erleichtert:

Dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit bieten

Meist steht das Hundekörbchen im Wohnzimmer oder in der Küche, wo an Weihnachten der meiste Trubel und Lärm herrscht. Es kann daher sinnvoll sein, im schon einige Tage vor dem Fest eine weitere Rückzugsmöglichkeit zu bieten, zum Beispiel eine vertraute nach Hund riechende Decke im Schlafzimmer, wo außerdem ein Wassernapf auf ihn wartet. So kann sich der Hund dorthin zurückziehen, wenn es ihm zu bunt wird.

Verletzungsmöglichkeiten aus dem Weg räumen

Das weihnachtlich dekorierte Wohnzimmer steckt für den Hund voller gesundheitlicher Fallen. Einmal mit dem Schwanz gewedelt und schon wird er unter dem umfallenden Weihnachtsbaum begraben. Abgesehen davon, dass der Weihnachtsbaum sowieso standfest sein sollte: Am besten ist es, dem Hund beizubringen, dass der Weihnachtsbaum für ihn tabu ist und er sich nicht in der Nähe aufhalten sollte. Wo dies nicht möglich ist, könnte eine Art Einzäunung um den Baum helfen oder der Weihnachtsbaum wird auf einem niedrigen Tisch aufgestellt, so dass der Hund erst gar nicht daran kommt.

Dies ist aus einem weiteren Grund sinnvoll: So mancher Hund schnappt schon mal gerne nach tiefhängenden Dekorationen am Weihnachtsbaum. Kommt er nicht dran, kann ihm erst gar kein Weihnachtsengel in der Kehle steckenbleiben.

Eine potenzielle Gefahrenquelle sind auch Christbaumkugeln: Nicht selten fällt eine Kugel zu Boden und zerbricht. Bleiben dann Scherben liegen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Hund mit der Pfote hineintritt und sich verletzt.

Vorsicht giftige Pflanzen

Ausgerechnet die zur Weihnachtszeit beliebtesten Pflanzen können für den Hund tödlich sein: Der Mistelzweig, der gerne an Türöffnungen gehängt wird um die nichtsahnende attraktive Cousine endlich mal küssen zu dürfen, enthält den Giftstoff Viscotoxin. Frisst der Hund versehentlich einen heruntergefallenen Mistelzweig, droht ihm schweres Bauchgrimmen.

Der Weihnachtsstern, ein beliebtes Mitbringsel zu Weihnachten, enthält wiederum den Giftstoff Euphorbin. Auch dieser führt beim versehentlichen Verschlucken zu Vergiftungserscheinungen wie Durchfall und Krämpfen. Schon der bloße Kontakt mit den Blättern kann Hautreizungen auslösen.

Feiertagsmenüs sind nichts für den Hund

Wenn sich die ganze Familie den Bauch vollschlägt, fällt aus fehlgeleitetem Mitleid meist etwas für den Hund ab. Dabei ist der Festtagsbraten für den Hund meist viel zu stark gewürzt und zu fettig. Geflügelknochen können splittern und ebenso wie Fischgräten zu inneren Verletzungen beim Hund führen. Viel gesünder für den Hund ist es, wenn ihm EINE Person ab und zu ein kleines hundespezifisches Leckerli reicht.

Essensreste sollten sofort in den Mülltonnen draußen entsorgt werden. Duftet es aus dem Mülleimer in der Küche verführerisch, kennt so mancher Vierbeiner kein Halten und stürzt sich begierig darauf – meist zu seinem eigenen Schaden.

Ganz wichtig: Hunde sollten auf keinen Fall Schokolade bekommen, egal wie treuherzig sie dreinschauen. Im Kakao steckt Theobromin, ein mit Koffein verwandter Stoff, den Hunde (und Katzen) nur schwer vertragen. Je kakaohaltiger (dunkler) die Schokolade ist, umso mehr Theobromin enthält sie.