hunde-herbst

Viele Menschen und auch so manches Haustier sieht den Herbstbeginn mit sinkenden Temperaturen positiv. Die brütende Sommerhitze macht kühlerer Luft und Wind Platz und die im Sommer so grelle Sonne taucht die Welt in ein angenehmes goldenes Licht. Doch so schön die langen Spaziergänge mit dem Hund im raschelnden Laub auch sind: Im Herbst sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet
werden um das Haustier zu schützen.

Im Freien lauern Gefahren

Auch wenn der Sommer gemeinhin als Zeckenzeit gilt, sollte der Herbst nicht unterschätzt werden: Durch das fallende Herbstlaub tummeln sich noch mehr Zecken in Bodennähe und stürzen sich begeistert auf Hunde. Bei langen Herbstspaziergängen sollte daher eine Zeckenzange mitgenommen werden. Auch die Katze sollte nach längeren Aufenthalten im Freien auf Zeckenbefall überprüft werden.

Wie der Name schon andeutet, hat die Herbstgrasmilbe in diesen Monaten ebenfalls Hochsaison. Die nur zwei Millimeter großen Milben vom Typ Neotrombicula autumnalis tummeln sich auf Wiesen, Äckern, am Wegesrand und sogar im Garten in etwa 20 bis 30 Zentimeter Abstand vom Boden. Da sie vor allem bei warmen Temperaturen aktiv sind, ist die Gefahr eines Befalls in der Mittagszeit am höchsten. Am liebsten setzen sich im nicht mit Fell bewachsenen Zehenzwischenräumen oder in der Ohr- und Nasengegend von Hund oder Katze fest und saugen sich über Tage fest. Das Tier leidet unter starkem Juckreiz und versucht sich immer wieder an den betroffenen Stellen zu kratzen. Daher sollten die Zehenzwischenräume nach jedem Spaziergang oder wenn die Katze abends in Haus kommt, auf Larvenbefall überprüft werden. Die Milben sind als winzige orange Pünktchen sichtbar. Der Tierarzt verschreibt bei Larvenbefall ein entsprechendes Gegenmittel.

Kastanien sind keine Mahlzeit

Im Herbst werfen die Bäume zahlreiche Früchte wie Kastanien und Eicheln ab, die von den Menschen nicht verwertet werden. Auf manche Hunde üben diese Früchte eine große Anziehungskraft auf. Sie knabbern Tannenzapfen an oder kauen auf Kastanien wie auf einem Kaugummi. Während eine einzelne Kastanie für den Hund kaum ein Problem darstellt, führt ständige Kauen und Verschlucken von diesen Früchten schnell zur Magenverstimmung, da sie Gerbstoffe enthalten. Im besten Fall erbricht der Hund die gefressenen Kastanien, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Darmverschluss. Schon beim Spaziergang sollte darauf geachtet werden, dass sich der Hund nicht zu häufig an derartigen „Leckereien“ gütlich tut. Quält er sich zuhause mit Erbrechen, Durchfall oder anderen Magenproblemen herum, sollte er dem Tierarzt vorgestellt werden.

Hunde für den Fellwechsel stärken

Der jährliche Umstieg vom Sommer- auf das Winterfell ist für Hunde ein körperlicher Kraftakt, der zu einem erhöhten Nährstoffbedarf führt. Daher sollten Hunde während des Fellwechsels besonders eiweißreich ernährt werden. Dazu kann beispielsweise Magerquark oder Hüttenkäse mit Trockenfutter gemischt werden oder eine reguläre Mahlzeit mit Nassfutter durch mageres Fleisch ersetzt werden. Außerdem sollte der Hund während des Fellwechsels täglich sorgfältig gebürstet werden um die ausfallenden Sommerhaare zu entfernen.