Leptospirose

Die Leptospirose ist eine Infektionskrankheit die bei uns zu Lande hauptsächlich bei Mäusen und Ratten vorkommt, aber auch auf Hunde und Menschen übertragbar ist. Als eine so genannte Zoonose (vom Tier auf Menschen übertragbar) ist die Leptospirose in Deutschland meldepflichtig. Die Erreger der Leptospirose sind Leptospiren; das sind kleine Bakterien die zur Gruppe der Fadenbakterien (Spirochäten) zählen. Sie werden hauptsächlich über Urin, verunreinigtes Wasser und kontaminierte Oberflächen übertragen. Als Ansteckungsquelle stehen derzeit z.B. verschmutzte Pfützen auf Hundewiesen und in Waldgebieten unter Verdacht.

Einmal in den Körper aufgenommen vermehren sich die Leptospiren im Blutkreislauf und setzten sich vor allem in der Niere und in der Leber fest. Hier können sie lange Zeit unbemerkt bleiben da unsere Tiere nicht unbedingt zeigen, dass sie sich infiziert haben. Doch mit der Zeit, und in manchen Fällen auch ganz plötzlich, kommt es zu einer starkenSchädigung von Nieren und Leber so dass der Patient Symptome entwickelt.
Meist sind dies erstmal eher unspezifische Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Mattigkeit, Fressunlust und Fieber. Oft kommt es bei schwereren Krankheitsverläufen auch zu Lungenentzündungen, starken Blutungen und Schock bis hin zum Tode.

Ob ein Tier an Leptospirose erkrankt ist zeigt eine Untersuchung des Urins, hierbei werden allerdings nur ca. 50 % der Träger identifiziert, oder eine Blutuntersuchung. Ist klar, dass der Patient an Leptospirose erkrankt ist, helfen ihm Antibiotika und eine intensive Nieren- und Leberschutztherapie. Doch die Therapie ist oft langwierig und schwer. Vorsorglich schützen kann man sein Tier mit einer Präventiv-Impfung durch den Tierarzt. In den letzten Monaten sind bei uns in Deutschland drastische Fälle bekannt geworden, ausgelöst durch eine neue Art von Leptospiren vor der die bis jetzt gebräuchlichen Impfstoffe nicht schützen. Die Patienten, vornehmlich Hunde, leiden sehr plötzlich unter massiven Lungenblutungen und oft kommt jede Hilfe zu spät.

Umso mehr freuen wir uns, dass seit kurzem ein neuer Impfstoff zur Verfügung steht, welcher gegen eine größere Bandbreite an Leptospirenarten wirkt.Daher empfehlen wir allen Hundehaltern ihre Tiere mit diesem neuen Impfstoff zu schützen! Denn Vorsorge ist besser als Nachsorge!

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