Die Leishmaniose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem bei Hunden auftritt. In seltenen Fällen kann sie auch bei Katzen und Nagetieren auftreten. Die Krankheit geht auf den Erreger Leishmania zurück, der seine Entdeckung und damit auch seinen Namen dem schottischen Tropenarzt William Boog Leishman verdankt. Leishmanien sind in der ganzen Welt verbreitet und werden durch Sandmücken übertragen.  Deutsche Hunde sind vor allem gefährdet, wenn sie von ihren Besitzern mit den Sommerurlaub am Mittelmeer genommen werden, wo die Infektionsraten wesentlich höher sind als im gemäßigten Klima Mitteleuropas. Umgekehrt kann die Leishmaniose nach Deutschland eingeschleppt werden, wenn Urlauber in südeuropäischen Ländern Hunde adoptieren mit mitbringen.

Die beste Vorbeugung gegen Leishmaniose besteht darin, den Hund erst gar nicht mit ans Mittelmeer zu nehmen (oder Hunde von dort nach Deutschland zu holen). Haben Besitzer keine Wahl als den Hund mitzunehmen, sollten sie spezielle Mückenschutz-Präparate und Schutz-Halsbänder benutzen. Eine Impfung befindet sich derzeit in der Entwicklung.  Hunde sollten nicht nur möglichst vor Mücken geschützt werden, sondern auch vor einheimischen Hunden, die möglicherweise infiziert sind.

Die Diagnose und Behandlung von Leishmaniose

Das Heimtückische der Krankheit ist die Tatsache, dass es manchmal Jahre dauern kann, bis sie zum Ausbruch kommt.  Zunächst treten allgemeine Symptome wie Durchfall, Fieber und Gewichtsverlust auf, ehe spezifischere Symptome sichtbar werden. Dabei handelt es sich vor allem um große, weiße Schuppen, die auf den Augen, an den Ohrspitzen und auf der Nase sichtbar werden, sowie um Haarausfall und einen schmerzempfindlichen Bauch. Auch die Lymphknoten können geschwollen sein. Wird die Leishmaniose nicht schnell behandelt, kann sich der schuppenartige Ausschlag über den ganzen Körper ausbreiten.

Wird der Hund zum Tierarzt gebracht, ist es wichtig dass sich die Besitzer an alle Urlaubsreisen der letzten Jahre erinnern, auf denen der Hund mit von der Partie war. Die Krankheit selbst wird dann durch eine Blutuntersuchung und Gewebeproben im Labor eindeutig diagnostiziert.

Durch spezielle Medikamente können die Symptome der Leishmaniose gelindert werden, doch da die Parasiten sich meistens nicht vollständig ausrotten lassen, ist vielfach eine lebenslange Therapie notwendig. Selbst wenn die Erstbehandlung erfolgreich war, kann es zu Rückfällen kommen.