insekten

Mit dem ersten warmen Frühlingswetter erwachen auch unzählige Plagegeister wie Mücken und Wespen zum Leben. Diese können nicht nur Menschen lästig werden, sondern auch Haustieren. Insbesondere Katzen finden viel Gefallen daran, herumschwirrende summende Bienen, Wespen und Hornissen mit der Tatze zu verfolgen – bis sich die verärgerte Biene wehrt und zusticht. Solange das Haustier nicht allergisch gegen das Gift der Biene oder Wespe ist, stellt ein Stich jedoch in der Regel keine Gefahr dar.

So wird ein Insektenstich beim Haustier behandelt

Sticht eine Biene zu, bleibt ihr Stachel in der Haut des Opfers stecken, während die Wespe ihren Stachel wieder mitnimmt. Sofern der Tierbesitzer nicht gesehen hat, um welches Insekt es sich handelte, sollte der Stich also auf jeden Fall auf den Stachel überprüft werden, denn dieser muss entfernt werden. Aber Vorsicht: Dafür sollte keine Pinzette benutzt werden, denn diese drückt den Stachel zusammen, so dass möglicherweise noch mehr Gift freigesetzt wird. Ein flacher Gegenstand, zum Beispiel eine Plastikkarte, ist besser um den Stachel sanft aus der Haut zu schieben. Anschließend wird die Stelle mit einer Mischung aus Wasser und Bikarbonat gefühlt. Dazu wird etwa ein Teelöffel Bikarbonat in Wasser aufgelöst. Dieser Wirkstoff neutralisiert die Säure im Bienengift. Bei Wespenstichen sollte die Stelle dagegen mit einer Lösung aus Wasser und Essig oder Zitronensaft behandelt werden. Diese neutralisieren die alkalische Wirkung des Wespengiftes.

Haustier 24 Stunden beobachten

Um sicher zu gehen, dass das Haustier keine allergische Reaktion auf den Stich und das Insektengift zeigt, sollte es etwa 24 Stunden lang sorgfältig beobachtet werden. Allergische Reaktionen sind beispielsweise Probleme beim Atmen, Durchfall, Erbrechen oder ein schwankender Gang ohne Orientierung. In diesem Fall muss das Haustier unbedingt schnell zum Tierarzt gebracht werden.

Das Gleiche gilt auch, wenn der Stich in die Nasen- oder Rachenschleimhäute erfolgte. Dies kann zum Beispiel vorkommen, wenn Hund oder Katze nach einer Wespe geschnappt hat, die dann im Mund „eingesperrt“ ist und sich mit ihrem Stachel zur Wehr setzt. Da die Schleimhäute durch den Stich stark anschwellen und Atemnot verursachen können, muss das Tier zum Tierarzt gebracht werden.

Mückenstiche stellen in der Regel keine Gefahr für Haustiere dar, weil die Mücken kein Gift absondern. Wer jedoch beispielsweise in den Urlaub in eine mückenreiche Region (z.B. an einem See oder in der Nähe eines Flusses) reist und den Hund mitnimmt, sollte sich vom Tierarzt einen speziellen Anti-Mücken-Spray für den Hund mitgeben lassen, der ihn vor Mückenstichen schützt. Schließlich ist der Juckreiz auch für Hunde lästig.