Microsporum Canis wird zwar eigentlich mit „Hundepilz“ übersetzt, doch tatsächlich handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die nicht nur Hunde, sondern auch andere Haustiere befällt. Da Katzen überdurchschnittlich häufig betroffen sind, ist auch vom Katzenpilz die Rede. Er ist vor allem im Mittelmeerraum weit verbreitet, kann aber auch in Deutschland vorkommen. Betroffen sind vor allem Freigänger in ländlichen Gebieten. Da der Erreger oft lange braucht, bis er sich bemerkbar macht, kann er eine Katze auch noch vieler Wochen nach der Infektion überraschen. Auch für den Menschen kann eine Pilzerkrankung der Hauskatze unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Symptome der Pilzerkrankung bei Katzen erkennen

Kommt die Infektion schließlich zum Ausbruch, wird sich die Katze sich möglicherweise verstärkt kratzen – was die meisten Besitzer zuerst mit Flohbefall und ähnlichem verwechseln. Sichtbar wird der Katzenpilz dann durch kahle runde Stellen im Fell, wo er die Haarwurzeln angegriffen hat. Manchmal sehen die Stellen auch aus wie sehr kurz geschnittene oder rasierte Haare, sind aber nicht kahl. An den betroffenen Stellen zeigen sich vielfach ringförmige Rötungen, Schuppungen der Haut und im schlimmsten Fall sogar Bläschen.

Sobald sich der Katzenpilz mit Haarausfall bemerkbar macht, muss die Katze unbedingt zur Behandlung zum Tierarzt gebracht werden. Dieser wird die Katze zunächst mit einer speziellen UV-Lampe untersuchen, die den Pilz grünlich-gelb sichtbar macht. Anschließend folgt eine mikroskopische Untersuchung, sowie im Bedarfsfall einen PCR-Pilztest oder das Anlegen einer Pilzkultur im Labor. Wurde die eindeutige Diagnose gestellt, kann der Tierarzt entsprechende Medikamente verschreiben. Wie bei allen Pilzarten ist auch hier die Behandlung langwierig und Hygiene zuhause von größter Bedeutung.

Die Behandlung der Pilzerkrankung

Wurde die Diagnose Hautpilzbefall bei der Katze korrekt gestellt, wird der Tierarzt heute meistens eine Impfung mit Insol ® Dermatophyton empfehlen, die zugleich heilend und vorbeugend nicht nur gegenüber Microsporum canis, sondern auch gegen sieben weitere Pilze schützt. Die Impfung muss nach zwei Wochen wiederholt werden und kann im Bedarfsfall auch ein drittes Mal durchgeführt werden. Alternativ kann der Katze auch eine Lösung mit dem Wirkstoff Itraconazol ins Maul geträufelt werden. Zusätzlich sollten die vom Pilz befallenen Stellen mit Clotrimazol oder Surolan behandelt werden.

Die Umgebung, in der sich die Katze aufhält, muss zusätzlich behandelt werden, da die Pilzsporen bis zu zwei Jahre überleben können. Empfehlenswert ist ein OZON-Gerät, die ein Zimmer von Keimen, Sporen, Milben und anderen Schadstoffen reinigt.

Keine Katzen im Urlaub streicheln

Anders als viele andere tierische Krankheitserreger kann der Katzenpilz auch beim Menschen akute Infektionen auslösen. Gefahr droht nicht nur von der infizierten Katze zuhause, sondern vor allem auch von Katzen, die in den Hotelanlagen und Dörfern am Mittelmeer umherstreifen. Da die Infektion oft noch nicht sichtbar ist, genügt es schon, eine scheinbar gesunde Katze zu streicheln. Die Erreger gelangen dann auf die eigenen Hände und dort meist recht schnell in die Haare und auf die Kopfhaut.

Beim Menschen braucht Microsporum Canis dann nicht lange um Unheil anzurichten: Auch hier zeigen sich kahle Stellen und Rötungen am Kopf, sowie gelbliche Pusteln. Außerdem können beim Menschen auch die haarlosen Bereiche der Haut betroffen sein, zum Beispiel das Gesicht, auf dem plötzlich scheinbar dicke Pickel blühen.