zahnerkrankung

Gesunde Zähne für Katze und Hund

Sobald der Mensch unter Zahnschmerzen leidet, sucht er den Zahnarzt für eine gründliche Untersuchung auf und unterzieht sich einer Behandlung. Hund und Katze haben diese Möglichkeit jedoch nicht, so dass der Besitzer gefragt ist. Vielfach ist Haustieren eine Zahnerkrankung zunächst nicht anzumerken, bis die Schmerzen so schlimm werden, dass das Tier kaum noch etwas frisst. Ein untrügliches Zeichen für Zahnerkrankungen ist neben der Futterverweigerung ein intensiver unangenehmer Mundgeruch, der durch die Bakterien im Mundraum verursacht wird. Die gute Nachricht: Auch bei Hund und Katze sind heute vollständige professionelle Zahnsanierungen kein Problem mehr.

Zahnerkrankungen bei Hund und Katze

Die Ursachen für Zahnprobleme bei Haustieren gleichen denen bei Menschen: Weil nach jeder Mahlzeit winzige Speisereste zwischen den Zähnen kleben bleiben, bildet sich im Laufe der Zeit Zahnbelag (Plaque). Dieser bietet Bakterien einen idealen Nährboden. Es kommt zu Zahnsteinbildung, Gingivitis (Zahnfleischentzündung), Paradontitis, Stomatitis (Entzündungen des gesamten Mauls) und übelriechendem Mundgeruch. Erfolgt keine frühzeitige Behandlung, können die Bakterien über das Zahnfleisch und die Zahnfleischtaschen in die Blutbahn eindringen und sich im ganzen Körper verteilen. Eine Infektion der inneren Organe wie Herz, Lungen, Leber und Nieren droht.

Karies ist bei Hunden eher selten und tritt bei der fleischfressenden Katze gar nicht auf. Besonders betroffen sind bestimmte Hunderassen wie der Labrador, der Foxterrier und der Border Collie, die genetisch bedingt zu Karieserkrankungen neigen.

Eine Besonderheit bei Katzen ist die Feline Odontoklastische Resorptive Läsion (FORL), von der fast drei Viertel aller Katzen über fünf Jahre betroffen ist und die häufig mit einer Zahnfleischentzündung einher geht. Bei dieser Krankheit entstehen Löcher im Zahnhals oder in den Zahnwurzeln, die aufgrund ihrer Lage unterhalb des Zahnfleischsaums mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Die Zähne lösen sich regelrecht auf und brechen irgendwann ab. Für die Katze ist dies mit großen Schmerzen verbunden. Kaut die Katze stets nur auf einer Seite, ist dies für den Besitzer ein Hinweis darauf, dass sie unter Schmerzen auf der anderen Seite leidet.

Zahnbehandlungen für Hund und Katze

Besitzer können zur Zahngesundheit ihrer Lieblinge beitragen, indem sie ihnen regelmäßig die Zähne putzen. Achten Sie darauf, ausschließlich spezielle Zahnpasta für Hunde oder Katzen zu verwenden, da die normale „Menschenzahnpasta“ für Tiere giftig ist.

Daneben sollten sie ihnen in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt gönnen. Dabei wird der Zahnstein entfernt und das Gebiss auf Schäden kontrolliert. „In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine professionelle Reinigung des tierischen Gebisses mit Hilfe eines Ultraschallgeräts. Dazu steht eine moderne Zahnstation zur Verfügung, mit deren Hilfe der Tierarzt Zahnbehandlung auf dem besten Niveau durchführen kann.

Die Zahnsanierung bei Hund und Katze

Ist eine umfangreiche Zahnsanierung erforderlich, wird diese unter Narkose durchgeführt. Dabei werden zunächst Beläge von den Zähnen entfernt und die Zahnfleischtaschen gereinigt. Jeder einzelne Zahn wird einer Prüfung unterzogen und sofern dies erforderlich sein sollte, gezogen. Zuletzt werden die Zähne poliert, so dass sich Plaque nicht mehr so schnell auf ihnen ablagern kann.

Eine kurze Narkose ist leider unvermeidlich bei jeder größeren Zahnbehandlung, da das Tier natürlich nicht versteht, was ihm geschieht und daher längst nicht so ruhig hält wie der Mensch im Zahnarztstuhl. Vor jeder Narkose wird das Haustier auf seinen allgemeinen gesundheitlichen Zustand überprüft und während der Zahnsanierung, falls von uns als nötig geachtet mit einer Infusion stabilisiert. Dabei setzen wir eine gut steuerbare Isofurannarkose ein, die auch für ältere und kranke Tiere in Frage kommt.

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