Katzen sollten entwurmt werden

Idealerweise sollten Katzen viermal im Jahr entwurmt werden – am besten jeweils zum Beginn einer neuen Jahreszeit. Bei Katzen, die vor allem in der Wohnung leben und nur wenig im Freien herumstreifen, reicht dagegen auch zweimal im Jahr – dann am besten zum Frühlingsbeginn und im Herbst.

Warum die Katze regelmäßig entwurmt werden muss

Würmer gehören zu den häufig auftretenden Darmparasiten, von denen kaum eine Katze verschont bleibt. Manche Würmer richten kaum Schaden an, andere können dagegen bei der Katze zu Durchfall, Gewichtsverlust und allgemeiner Lethargie führen. Auch dem menschlichen Besitzer können die Würmer gefährlich werden. Daher ist die regelmäßige Entwurmung der Katze schon aus eigenem Interesse sehr wichtig.

Welche Würmer gibt es?

Katze

Die Katze kann von unterschiedlichen Würmern befallen werden. Am häufigsten treten sogenannte Spulwürmer (Toxocara cati) auf, die sogar schon ganz junge Kätzchen befallen können. Das heimtückische an diesen Würmern ist, dass ihre Eier mit dem Kot befallener Tiere ausgeschieden werden und über viele Monate hinweg lebensfähig sind. Die Katze kann sich also schon anstecken, wenn sie im Freien an altem Tierkot herumschnüffelt, auch an solchem, der sich längst mit dem Erdboden vermischt hat.  Auch Wohnungskatzen können sich durchaus infizieren, zum Beispiel wenn über schmutzige Schuhe Dreck in die Wohnung gelangt, an dem die Katze schnüffelt.

Bandwürmer und Hakenwürmer werden dagegen eher übertragen, wenn die Katze infizierte Nager wie Mäuse frisst, aber auch sie können sich in der Erde verstecken. Von diesen Wurmarten sind vor allem freilaufende Katzen betroffen, die gerne selbst ihre Beute erlegen.

Die Entwurmung der Katzen

Jede Katze sollte mindestens zwei Mal im Jahr entwurmt werden, freilaufende Katzen am besten noch öfter. Zwischen den Entwurmungen hilft ein prüfender Blick auf das Katzenkot, denn die Wurmeier sind oft mit bloßem Auge zu erkennen.

Theoretisch kann die Entwurmung zuhause durchgeführt werden – in diesem Fall steht der Besitzer vor dem Problem, einer vermutlich widerspenstigen Katze die Entwurmungstablette oder -paste einzuflößen. Die Paste muss der Katze direkt ins Mäulchen gespritzt werden – eine Prozedur, die bei den meisten Katzen auf wenig Gegenliebe stößt und mit Kratzen und Beißen enden kann.  Die Tablette lässt sich dagegen zumeist ganz gut in Leckerlis wie Leberwurst verstecken. Bitte gehen Sie vorher unbedingt zum Tierarzt! Er kann Ihnen alles notwendige sagen und übernimmt auch gerne die Entwurmung der Katze.

Was bewegt die Entwurmung?

Katzenliebe

Der Wirkstoff der Wurmkur wandert in den Magen-Darm-Trakt der Katze und tötet die dort lebenden Würmer innerhalb weniger Tage effektiv ab. Sie werden dann mit dem Kot ausgeschieden. Die meisten Katzen vertragen die Wurmkur sehr gut, doch manche Katzen leiden auch unter Durchfall und Schlappheit. Es ist dann sinnvoller, die Katze in den Tagen nach der Wurmkur in der Wohnung zu behalten und gut zu beobachten.

Allerdings hat die Wurmkur keine vorbeugende Wirkung: Theoretisch kann es schon wenige Tage nach der Entwurmung zu einem neuen Parasitenbefall kommen, wenn die Katze wieder irgendwo im Dreck herumschnüffelt. Der Besitzer kann jedoch einiges dazu beitragen um das Risiko zu minimieren: So sollte das Katzenklo möglichst oft gereinigt werden, damit die Würmer dort erst gar keinen Lebensraum vorfinden und sich die Katze immer wieder selbst ansteckt. Auch Flöhe können Würmer übertragen, wenn die Katze sie bei der Fellpflege herunterschluckt, so dass auf eine möglichst flohfreie Umgebung geachtet werden sollte. Auch hier bitten wir Sie, sich beim Tierarzt zu informieren.

Da die Würmer beim Menschen schwere gesundheitliche Probleme auslösen können, sollten Katzenbesitzer schon im eigenen Interesse auf Hygiene achten und sich zum Beispiel nicht das Gesicht ablecken lassen. Die Hände sollten nach jedem Kontakt mit der Katze gewaschen werden.