Die Canine Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die auch unter dem Namen „Zeckenfieber“ bekannt ist und vor allem in warmen Ländern auftritt. Sie wird verursacht durch Bakterien von Typ Ehrlichia, die nach dem deutschen Mikrobiologen Paul Ehrlich benannt wurden. Sie können auch den Menschen befallen, doch weitaus häufiger ist die Infektion bei Hunden, die von infizierten Zecken der Gattung Rhipicephalus sanguineus (braune Hundezecke) gebissen werden.

Deutsche Hunde sind vor allem gefährdet, wenn sie von ihren Besitzern mit in den Urlaub in warme Länder mitgenommen werden, zum Beispiel am Mittelmeer. Die beste Vorbeugung ist daher, den Hund erst gar nicht mitzunehmen. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Hilfreich ist es, den Hund mit Anti-Zecken-Mitteln mit Permethrin einzusprühen und ihn  nach jedem Spaziergang sofort auf Zeckenbisse zu kontrollieren, so dass Zecken sofort mit der Zeckenzange entfernt werden können.

Diagnose der Ehrlichiose

Die Bakterien belangen in die Blutbahn des Bundes und machen sich nach einigen Wochen durch erste Symptome wie Fieber, Nasenbluten oder Nasenausfluss, Erbrechen, geschwollene Lymphknoten und Apathie bemerkbar. In manchen Fällen zeigen sich weitere Symptome wie Muskelzuckungen, Atemnot und Überempfindlichkeit.

Wichtig zu wissen:  Die erste Akutphase geht nach zwei bis vier Wochen in ein subklinisches Stadium über, in dem sich keine Symptome mehr zeigen.  Hundebesitzer sollten jedoch nicht glauben, dass ihr Hund auf wundersame Weise geheilt wurde Im Gegenteil: Irgendwann tritt die Erkrankung in das dritte und chronische Stadium ein.

Daher sollte der Hund beim Auftreten der ersten akuten Symptome sofort zum Tierarzt gebracht werden um die Diagnose zu stellen.  Zu den sichersten Anzeichen für die Ehrlichiose gehören u.a. eine vergrößerte Milz und eine verringerte Zahl Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut des Hundes. Häufig kommt es auch zu sogenannten Sekundärinfektionen, bei denen neben der Ehrlichiose weitere Infektionen mit Babesien festgestellt werden ohne eine infektiöse Anämie (Hämobartonellose). Auch diese Erreger werden durch die Zecken übertragen.

Konnte die Ehrlichiose eindeutig nachgewiesen werden, folgt eine zwei bis dreiwöchige Behandlung mit Antiobiotika wie Doxycyclin oder Tetracyclin. Normalerweise sollte der Hund anschließend vollständig genesen.

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