Husky

Die Haltung von Huskys (Schlittenhunden) als Haustiere ist nicht ganz unumstritten. Der Husky wurde jahrzehntelang darauf gezüchtet, in den endlosen Weiten des Polarkreises als lauffreudiger und kräftiger Hund schwere Schlitten über den Schnee zu ziehen – und dies im Rudel. Huskys sollten daher nicht einzeln gehalten werden und brauchen sehr viel Bewegung. Zudem sind diese Hunde mit einem

starken Jagdtrieb ausgestattet und sehr intelligent – sie müssen also beschäftigt und gut erzogen werden, was nicht immer einfach ist.

Welche Husky-Rassen gibt es?

Wenn vom Husky als Haustier die Rede ist, wird fast immer der Siberian Husky gemeint, der für seine auffällige grau-weiße Fellzeichnung bekannt ist. Ursprünglich stammte diese Hunderasse tatsächlich aus Sibirien, wo sie seit Jahrhunderten von den dortigen Nomadenvölkern gehalten werden. 1909 brachte der aus Sibirien stammende Pelzhändler William Goosak diese Hunde mit nach Alaska, wo er sie für das 408 Meilen lange „Alaska Sweepstakes“-Schlittenhundrennen anmeldete. Von der Konkurrenz wurde Goosak zunächst belächelt, denn die einheimischen Schlittenhunde aus Alaska (Alaskan Huskies) waren eher wolfsähnliche und weit größere Hunde. Als die sibirischen Huskys den dritten Platz belegten, wurde Goosak jedoch nicht länger belächelt – auf einmal waren seine zierlichen Hunde sehr gefragt für die Zucht.

Bei den Alaskan Huskys gibt es heute eine große Bandbreite an unterschiedlichen Hunden, die für unterschiedliche Zwecke gezüchtet wurden. Dabei ist der Alaskan Husky weiterhin vor allem ein Arbeitshund, der Trapper begleitet oder Schlitten zieht. Aber auch als Haushund hat sich der Alaskan Husky etabliert. Er ist jedoch kein anerkannter Rassehund -im Gegensatz zum Sibirischen Husky, der auch in Deutschland als Haushund verbreitet ist.

Der Sibirische Husky

Huskywelpen

Da erst in Alaska mit der Zucht begonnen wurde, gelten die USA heute als Ursprungsland des Siberian Husky. Als Merkmale für die Hunderassen gelten eine Höhe von maximal 60cm für Rüden und 56cm für Hündinnen und ein Gewicht von 28 bzw. 23 kg. Das Deckhaar ist zumeist grau. Kann aber auch rot oder schwarz sein. Bauch und Brust bleiben in der Regel weiß. Nicht ungewöhnlich bei Siberian Huskys sind unterschiedlich gefärbte Augen (eines blau, eines braun).

Aufgrund seiner Herkunft besitzt der Husky dichte Unterwolle und wasserabweisende, robuste Deckhaare, die ihn vor Wärmeverlust schützen. Der Husky ist in der Lage, sich komplett einschneien zu lassen und die Nase unter der Rute zu verstecken, die ihm als Luftfilter dient. Sein ausgezeichneter Orientierungssinn macht es ihm leicht, selbst bei völlig verschneiter Strecke den Weg zu finden.

Huskys als Haushunde

Da ihr Fell auf das kalte Umfeld der Polarregionen ausgerichtet ist, leiden Huskys eher als andere Hunde unter heißen Sommertagen. Wer Huskys halten will, sollte also in der Lage sein, ihnen entweder klimatisierte Räume zu bieten oder zumindest abgedunkelte kühle Räume im Haus und schattige Ecken im Garten. Da Huskys generell mindestens zu zweit gehalten werden sollten und sehr viel Bewegung benötigen, sind die Hunde nicht für kleine Stadtwohnungen geeignet. Am glücklichsten werden Huskys in einem Haus mit großem Garten in ländlichen Gebieten, wo ihr Besitzer täglich lange Spaziergänge oder Radtouren mit ihnen unternehmen kann.