Unter dem Namen Borreliose werden Infektionskrankheiten zusammengefasst, die durch Bakterien der Gruppe Borrelien ausgelöst werden. Am häufigsten tritt die Lyme-Borreliose auf,  die sowohl bei Menschen als auch bei Säugetieren und Vögeln vorkommt und sowohl die inneren Organe als auch das Gewebe, das Nervensystem und die Gelenke befallen an.  Das Bakterium borrelia burgdorferi wird vor allem durch Zecken übertragen, seltener durch Stechmücken oder Pferdebremsen. Unter den Haustieren ist der Hund das häufigste Opfer von Zeckenbissen.  Obwohl Katzen beim Umherstreifen in der Natur oft mit Zecken in Kontakt kommen, sind sie gegen die Lyme-Borreliose scheinbar immun.

Zeckenbisse beim Hund erkennen

Zeckenbisse lassen sich bei Hunden kaum vermeiden, denn die Plagegeister sitzen oft in niedrigem Gebüsch oder hohem Gras und können von dort prima auf den Hund wechseln. Dort beißen sie sich in der Haut fest und übertragen mit ihrem Speichel Borrelien in die Blutbahnen des Hundes.  Zecken werden ab etwa 10°C aktiv, so dass nicht nur im Sommer sondern außer bei strengem Winterfrost jederzeit mit ihnen gerechnet werden muss. Der Hund sollte nach jedem Spaziergang auf Zecken kontrolliert werden, die mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden können. Häufig verhindert die eine Borreliose-Infektion, da das Bakterium erst übertragen wird, wenn sich die Zecke 24 Stunden festgesaugt hat. Eine Impfung existiert zwar, kann aber schwere Nebenwirkungen haben. Sinnvollere Prophylaxe sind Zecken-Halsbänder oder Sprays mit Permethrin.

Borreliose erkennen und behandeln

Echte Symptome der Borreliose treten meistens erst nach einigen Monaten auf. Dazu gehören offensichtliche Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber, Appetitlosigkeit und geschwollene Lymphkoten.  Manchmal treten auch Lähmungen auf und bei einigen Hunderassen auch Nierenentzündungen.

Für Tierärzte ist es bis heute schwer, eine Borreliose korrekt zu diagnostizieren, da es keine eindeutigen Laborwerte gibt. Selbst wenn im Blut des Hundes Antikörper gefunden werden, kann daraus nicht immer eine akute Erkrankung geschlossen werden. Möglicherweise hatte sich der Hund schon zu einem früheren Zeitpunkt mit Borreliose infiziert, ohne dass sich Symptome bemerkbar gemacht hatten.  Bei Verdacht auf Borreliose werden Antibiotika verschrieben, die der Hund rund 30 Tage lang einnehmen muss. Er wird sich zwar innerhalb weniger Tage wieder erholen, doch erst durch die lange Behandlungsdauer und mehrere Wiederholungsbehandlungen können alle Bakterien sicher abgetötet werden.

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