Birma Katze

Die Birma-Katze ist die heilige Katze der Burmesen, die mit ihren strahlend blauen Augen ein wenig an die verwandte Siam-Katze erinnert. Die Birma-Katze hat nichts mit der Burma-Katze oder Burmesin zu tun, auch wenn beide aus dem gleichen Land stammen. Dieses heißt heute offiziell Myanmar und wurde von den Engländern Burma genannt, während in Deutschland früher die Bezeichnung Birma üblich war.

Die Herkunft der Birma-Katze liegt im Dunkeln. Vermutlich wurden sie schon vor langer Zeit zusammen mit anderen Katzenrassen in den Klöstern von Nord-Burma gehalten. Eine der beliebtesten Geschichten handelt von einem Herrn Vanderbilt (aus der amerikanischen Millionärsfamilie), der 1919 ein Paar Birma-Katzen außer Landes schmuggelte. Eine weitere frühe Besitzerin von Birma-Katzen war eine Französin mit dem schönen Namen Madame Leotardi. Die Zahl der Birma-Katzen in Europa war jedoch so gering, dass nach dem 2.Weltkrieg nur noch zwei Tiere lebten, Orloff und Xenia de Kaabaa. Sie gelten als Stammeltern der modernen Rasse, in die jedoch Siamesen und Perser eingekreuzt wurden um die Rasse weiterzuentwickeln.

Die Birma-Katze heute

Im Laufe der Jahrzehnte erholten sich die Bestände der Birma-Katze in ganz Europa und immer neue Farben kamen hinzu. Die typische Birma-Katze hat heute blaue Augen und ein fast durchgängig weißes Fell mit dunkelbrauner Schnauze, Ohren und den für diese Rasse typischen dunkelbraunen „Handschuhen“ an den Pfötchen.

Da die Birma-Katze eine eher ruhige Katze ist, kann sie wunderbar im Haus oder in der Wohnung gehalten werden und z.B. einer alleinstehenden Seniorin oder einem Senior Gesellschaft leisten. Auch in einer Familie, die ihr viel Aufmerksamkeit schenkt, fühlt sich die Birma-Katze wohl. Für Berufstätige ist sie dagegen ungeeignet, da sie sich schnell einsam fühlt und dann leidet. Sie freut sich über vielfältige Beschäftigung wie Spielereien und Fummelbretter.

Als Freigängerin ist die vertrauensselige anhängliche Katze eher ungeeignet. Sie würde in der Hoffnung auf Streicheleinheiten bedenkenlos auf jeden Menschen  zugehen und auch ohne zu Zögern in ein fremdes Haus spazieren.

Die Pflege der Birma-Katze

Das seidenweiche Fell der Birma-Katze hat kaum Unterwolle. Dies macht sie zu einer relativ pflegeleichten Katze und erklärt auch, warum sie sich meist nicht so gerne im Freien aufhält. Auf keinen Fall sollte die Katze bei kühler oder regnerischer Witterung ins Freie verbannt werden, da sie sich schnell erkälten würde. Das Fell sollte mehrmals pro Woche gebürstet werden. Dabei kann ein sogenannter Bürstenhandschuh verwendet werden, denn die Birma-Katze liebt es, gestreichelt  zu werden und zu schmusen, so dass sie das tägliche Bürsten genießt.

Bei guter und liebevoller Pflege kann eine Birma-Katze bis zu 18-19 Jahre alt werden. Das Durchschnittsalter liegt jedoch eher bei 12-15 Jahren.

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