Manx

Eine einzigartige Katzenrasse ist die Manx, die ursprünglich von der zwischen Großbritannien und Irland gelegenen Isle of Man stammt. Sie kommt ohne Schwanz auf die Welt. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine Genmutation, die der Inzucht auf der recht kleinen Insel mit ihrer geschlossenen Katzenpopulation geschuldet war. Heute wird die Manx jedoch gezielt auf die Schwanzlosigkeit gezüchtet – zumindest in Großbritannien, denn in Deutschland ist die Zucht dieser Rasse nach §11b des Tierschutzgesetzes verboten.

Die Geschichte der Manx Katze

Die ersten schwanzlosen Katzen von der Isle of Man wurden bereits im frühen 19. Jahrhundert unter dem Namen „Stubbin“ auf dem Festland bekannt. In der alten keltischen Sprache Manx der Insel wird die Katzenrasse als Kayt Manninagh bezeichnet, als „Katze aus Mann„. Zahlreiche Sagen und Märchen wollen wissen, wie die Katze ursprünglich ihren Schwanz verlor – eine der unglaublicheren Varianten meint, dass die erste Manx Katze durch die Paarung einer Katze und eines Hasen entstand. 1903 wurde die Manx erstmals als Rasse offiziell anerkannt um sie von anderen schwanzlosen Katzen zu unterscheiden.

Heute wird die Schwanzlänge in fünf verschiedene Kategorien unterteilt, von „Rumpy“ (vollkommen schwanzlos) über „Stumpy“ (ein maximal 3 Zentimeter langer Stummel) bis „Taily“ (ein Schwanz von halber normaler Länge). Als Rasseideal gilt die schwanzlose Rumpy-Kategorie.

Die ursprüngliche Manx Katze ist eine kurzhaarige Rasse, doch mittlerweile wurde auch eine langhaarige Variante herangezüchtet, die Cymric oder Manx Longhair-Katze. Mit Wales (Cymru) hat sie trotz des Namens jedoch nichts zu tun – die langhaarige Manx wurde erstmals in Kanada gezüchtet.

Die Manx Katze heute

Auf der Isle of Man ist die Manx Katze ein nationales Symbol, das auf Münzen Briefmarken und unzähligen Souvenirs verewigt wird. In Großbritannien wird die Manx gerne als Nutzkatze gehalten, z.B. als Maus- und Rattenfängerin auf Bauernhöfen. Sie gilt als flinke furchtlose Jägerin, die auch vor ausgewachsenen Ratten keine Scheu hat. Aufgrund ihrer eher ruhigen, gutmütigen Art, ist sie auch als Familienkatze beliebt, die zu ihren Besitzern eine anhängliche Beziehung führt.

In Deutschland gilt die Manx Katze jedoch als Qualzucht, da die Genmutation, die auch für die Schwanzlosigkeit verantwortlich ist, zu einem verkrüppelten Körperbau und oftmals zu einem verkürzten Enddarm führt. Auch in der Schweiz ist die Zucht verboten, während in Österreich nicht klar definiert ist, ob die Zucht der Manx unter das Verbot nach §5 Abs.2 des Bundestierschutzgesetzes fällt. Derzeit wird die Manx Katze vor allem noch in Großbritannien, Skandinavien und den USA gezüchtet.