Katzenerziehung

Junge Hunde werden schnell dazu erzogen, brav an der Leine zu gehen, Sitz zu machen und zu kommen, wenn sie mit Namen gerufen werden. Bei der eigensinnigen stolzen Katze scheint dies vergebene Liebesmüh. Doch auch junge Kätzchen sollten zum richtigen Verhalten erzogen werden um das Zusammenleben zu erleichtern.

Was müssen Katzen lernen?

Die wichtigste Aufgabe des Katzenbesitzers ist zweifellos, die Katze zur Stubenreinheit und zur Benutzung des Katzenklos zu erziehen. Zum Glück sind Katzen reinliche Tiere und wissen die Annehmlichkeiten einer (regelmäßig gereinigten) Katzentoilette zu schätzen. Am besten wird die junge Katze nach den Mahlzeiten zu ihrem Katzenklo getragen und überschwänglich gelobt, wenn sie dort ihr Geschäft verrichtet. Sollte sie sich auf dem Teppich erleichtern, wird sie (leicht) ausgeschimpft und zur Toilette gebracht.

Der nächste wichtige Punkt ist das Kratzen an Möbeln, das der Katze abgewöhnt werden muss. Dazu muss ihr natürlich ein Kratzbaum oder Kratzbrett als Alternative angeboten werden. Droht sich die Katze über den Sessel herzumachen, wird sie zum Kratzbaum getragen.

Katzen das Beißen abgewöhnen

Oft wird Kitten das Beißen und Kratzen ihrer menschlichen Besitzer nachgesehen, weil es „so niedlich“ ist, wie das Kätzchen immer wieder versucht in den großen Zeh zu beißen oder an der Hand zu knabbern. Dies rächt sich, wenn aus dem Kitten eine ausgewachsene Katze geworden ist, deren Bisse sehr schmerzhaft sind. Idealerweise wird dem Kätzchen von Anfang beigebracht, dass ihre Menschen kein Kauspielzeug sind. Stattdessen sollten sie von Anfang echtes Katzenspielzeug bekommen, mit dem sie ihren Spiel- und Jagdtrieb ausleben können.

Ist die Katze schon älter, sollte sie ebenfalls mit Spielzeug abgelenkt und beschäftigt werden. Auf keinen Fall sollte sie angeschrien werden – dies verschreckt die sensible Katze nur, die sich generell keines Fehlverhaltens bewusst ist.

Konsequenz ist das oberste Gebot

Allgemein gilt in der Katzenerziehung, dass Verbote konsequent durchgehalten werden müssen. Wer die Katze in kalten Nächten ins Bett lässt, muss sich nicht wundern, wenn sie daraus da Recht ableitet, jede Nacht ins Bett zu kommen, auch wenn sie stört. Besser ist es, der Katze von Anfang an klar zu machen, dass sie im Bett ihrer Menschen nichts zu suchen hat.

Das Gleiche gilt zum Beispiel für das Betteln bei Tisch: Fällt ab und zu ein „Leckerli“ für die Katze herunter, wird sie bald bei jeder Mahlzeit bettelnd neben dem Tisch sitzen und ihren vermeintlichen Ansprüchen mit Miauen oder Anstupsen Nachdruck verleihen. Betteln sollte grundsätzlich nicht gefördert werden. Auch Gäste sollten zum Beispiel bei Grillpartys oder einem Abendessen darauf hingewiesen werden, dass die Katze nichts vom Tisch erhält. Sie kann im Rahmen ihrer festen Mahlzeiten das ein oder andere Leckerli zusätzlich erhalten, zum Beispiel ein kleines Stück mageres Grillfleisch.

Bildquelle: Datei: #128083318 | Urheber: © vvvita – fotolia