Französische Bulldogge

Die französische Bulldogge, auch liebevoll Bully genannt, hat sich im Laufe der Zeit zu einem beliebten Familienhund entwickelt, die mit ihren aggressiven englischen Vorfahren nichts mehr gemeinsam hat. Heute ist die französische Bulldogge ein gefragter Familienhund, der mit Kindern gut auskommt und als recht pflegeleicht gilt. Da Bulldoggen nicht allzu aktiv sind, fühlen sie sich auch in kleineren Wohnungen und bei alleinstehenden älteren Menschen wohl.

Die Geschichte der französischen Bulldogge

Als Ahnherr der französischen Bulldogge gilt die englische Bulldogge, die auf der Insel bereits im Mittelalter als Kampfhunde gezüchtet wurden. Die englische Bezeichnung „Bulldog“ weist bis heute darauf hin, dass der Hund zum Kampf gegen Bullen (Stiere) zur Unterhaltung auf Jahrmärkten gezüchtet wurde. Ganz bewusst wurde der Hunderasse eine extrem kurze Nase angezüchtet, damit sie sich leichter in den Stiernacken verbeißen konnte. Mit dem Verbot von Hundekämpfen Mitte des 19. Jahrhunderts verschwand die englische Bulldogge fast vollkommen, ehe sich Liebhaber der Rasse 1864 zum „Bulldog Club“ der Züchter zusammenschlossen.

Die englische Bulldogge wurde nun kleiner und friedlicher und fast so auch Verbreitung auf dem Kontinent. Die französische Bulldogge entstand durch Einkreuzungen von Terriern und Möpsen, die der neuen erstmals 1888 als Standard festgelegten Rasse die hervorstehenden Augen gaben. Als Stammvater der französischen Bulldogge gilt „Loupi„. Der britische König Edward VII., der den Thron 1901 von Königin Victoria erbte, machte die französische Bulldogge als Haustier populär bei der Ober- und Mittelschicht auf beiden Seiten des Kanals.

Die französische Bulldogge heute

Typisches Merkmal der französischen Bulldogge ist bis heute der massige Kopf mit flachem Schädel, kurzer Nase und sehr breitem Kiefer. Der Körper der französischen Bulldogge ist kräftig und gedrungen mit muskulösen Läufen und einem kurzen Hals. Das glatte kurze Fell ist ausgesprochen pflegeleicht. Die französische Bulldogge gehört zu den Rassen mit Brachycephalie, d.h. einem verformten Schädel, der u.a. zu Atemwegsproblemen führen kann. Die sehr kurze Nase erschwert das Atmen, so dass französische Bulldoggen eher ungern herumtoben oder lange Strecken rennen wollen. Züchter achten seit einiger Zeit wieder verstärkt darauf, Qualzüchtungen mit extrem vorstehendem Unterkiefer zu vermeiden. Die hervorstehenden Augen sind anfällig für Bindehautentzündungen. Ein häufiges Problem sind Probleme mit der Wirbelsäule. Sollten solche Wirbelsäulenprobleme auftreten, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Die Haltung französischer Bulldoggen

Die Haltung der französischen Bulldogge ist unkompliziert. Die heutige Rasse ist anhänglich und liebevoll und kommt auch mit Kindern gut klar. Ihrem Herrchen oder Frauchen ist eine französische Bulldogge ein enger Freund, der sich ständig an die Fersen heftet und gerne im Bett ihres Menschen schläft. Zu beachten ist eine relativ hohe Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen. In den Sommermonaten leidet die französische Bulldogge schnell unter Hitze, so dass Spaziergänge am besten in die Morgen- und Abendstunden gelegt werden. Im Winter neigt der Hund aufgrund des kurzen dünnen Fells zum Frieren. Spaziergänge sollten kurz und in flottem Tempo durchgeführt werden, damit der Hund nicht stillstehen muss und auskühlt. Gegebenenfalls kann ein Hundemäntelchen bei großer Kälte sinnvoll sein.