Wenn es im Frühling endlich warm und sonnig wird, brechen Hundehalter wieder zu langen Spargängen durch Wald und Flur auf. So weit, so schön. Allerdings lauern in Gärten, Parks und Wiesen so manchen Gefahren und damit sind nicht einmal die berüchtigten Giftköder gemeint. Viele Pflanzen können für neugierige Hunde mit einer bösen Vergiftung enden, wenn sie spielerisch daran knabbern. Ein bekanntes Beispiel für eine giftige Zimmerpflanze ist der im Winter beliebte Weihnachtsstern. Im Frühling und Sommer drohen im Freien andere Gefahren.

Die wichtigsten Giftpflanzen für Hunde

Das Maiglöckchen sieht harmlos aus, wenn es sich zartweiß auf Wiesen ausbreitet, doch für einen Hund kann die Begegnung mit Maiglöckchen schmerzhaft verlaufen. Die in den Pflanzen enthaltenen Glykoside führen zu Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herzstillstand.

Ähnlich unangenehm ist die Begegnung mit dem Rhododendron, der in Deutschland häufig die Vorgärten ziert. Sowohl die üppig blühenden Blüten als auch die dunkelgrünen Blätter sind für den Hund hochgiftig. Es kann u.a. zu Krämpfen, Durchfall und Pulsrasen kommen.

Weitere giftige Zierpflanzen in Vorgärten und Gärten sind Narzissen, Tulpen, Oleander und Hyazinthen. Dazu sollten Hunde möglichst von grünen Heckengewächsen wie Thuja, Buchsbaum und Efeu ferngehalten werden, sowie vom Goldregen. Diese wunderschönen Gewächse zieren oft den Vorgarten, sind aber für Mensch und Tier hochgiftig.

Als giftigste Pflanze Europas gilt übrigens der Eisenhut, der in Deutschland sowohl als Zierpflanze als auch in der Natur wächst. Gärtner dürfen ihn lediglich mit Handschuhen anfassen, denn das Pflanzengift dringt schon bei der Berührung in die Haut ein. Tierhalter sollten auf das Anpflanzen von Eisenhut ganz verzichten.

Wie verhindere ich, dass der Hund Giftpflanzen anknabbert?

Das Wichtigste ist natürlich die Erziehung: Bringen Sie dem Hund von klein auf bei, im eigenen Garten oder beim Spaziergang keine Pflanzen anzuknabbern. Lernt er von Anfang an, dass Pflanzen „pfui“ sind, minimiert sich die Vergiftungsgefahr erheblich. Außerdem sollte der Hund lernen, dass er nicht im Garten buddeln darf. Viele Tierhalter nehmen diese Unart achselzuckend hin, weil es in der Hundenatur liegt, Knochen und andere „Schätze“ sicher zu vergraben. Buddelnde Hunde stoßen jedoch schnell auf giftige Blumenzwiebeln, in denen sie zunächst ein willkommenes Kauspielzeug sehen.

Was tun, wenn der Hund eine Giftpflanze gefressen hat?

Beobachtet der Hundehalter, dass der Hund eine giftige Pflanze gefressen oder angeknabbert hat, sollte er schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden. Kann der Halter nicht klar erkennen, um welche Pflanze es sich handelt, sollte die angeknabberte Pflanze mit zum Tierarzt genommen werden, denn so kann er die Vergiftung besser beurteilen. Eine vollständige Liste mit allen für Hunde giftigen Pflanzen gibt es übrigens hier zu sehen.

Oft sehen Tierhalter natürlich nicht, was ihre Lieblinge fressen. Vergiftungen machen sich meist mit Durchfall, Erbrechen, übermäßige Speichelbildern und Krämpfe bemerkbar. Zeigt der Hund derartige Symptome, sollte er schnell zum Tierarzt gebracht werden. In der Zwischenzeit kann es sinnvoll sein, den Hund zum Wasser trinken zu animieren, da das Gift dadurch schneller herausgeschwemmt wird. Auf keinen Fall sollte versucht werden, ein künstliches Erbrechen herbeizuführen oder den Hund mit pflanzlichen Ölen zu behandeln. Auch Milch macht die Symptome höchstens noch schlimmer.

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