Hund Immunsystem zur Winterzeit

Winterzeit ist Virenzeit: Was für den Menschen gilt, gilt natürlich auch für unsere vierbeinigen Freunde. Nasskaltes Wetter, Schnee und Dauerregen machen vor allem dem Hund zu schaffen, der täglich zu Spaziergängen ausgeführt wird, während Freigängerkatzen meist instinktiv ein warmes Plätzchen für sich suchen – oder ganz im Haus bleiben. Von einem starken Immunsystem profitiert der Hund jedoch nicht nur zur Erkältungszeit, sondern ganzjährig. So stärken Sie die Widerstandskräfte Ihres Hundes.

Gesunde Ernährung ist unverzichtbar

Hochwertige gesunde Ernährung ist das A und O für einen starken Körper und ein starkes Immunsystem. Achten Sie auf hochqualitatives abwechslungsreiches Futter mit einer optimalen Nährstoffzusammensetzung Eine Ernährung ausschließlich mit Fertigfutter ist für den Hund weniger geeignet, da es zu viel Getreide enthält. Frisches Fleisch, vitaminreiches Gemüse und ab und zu ein dicker Knochen zum Nagen und Knabbern sind ideal. Wichtig ist auch die richtige Futtermenge. Gerade kleine Hunde dürfen nicht überfüttert werden. Dazu muss die Futtermenge an den Kalorienverbrauch angepasst werden. Ein Hund, der täglich zwei lange Spaziergänge macht und zwischendurch mit den Kindern herumtobt, verbraucht wesentlich mehr Kalorien als ein Hund, der nur einmal täglich mit seinem Besitzer um den Block geht. Dies kommt gerade im Winter bei schlechtem Wetter und Kälte häufig vor.

Kein Stress und ausreichende Ruhe

In Sachen Stress sind sich Mensch und Hund gleich: Stress belastet den Organismus, zerrt an den Nerven und schwächt das Immunsystem. Stressquellen gibt es für den Hund viele. So reagiert sein scharfes Gehör empfindlich auf Krach und Lärm. Gegen Verkehrslärm lässt sich wenig ausrichten, doch in den eigenen vier Wänden kann einiges getan werden, z.B. die eigene Musik per Kopfhörer hören, statt die Zimmer laut zu beschallen und keine lautstarken Streitereien vor dem Hund austragen. Kinder sollten zu einem sanften rücksichtsvollem Umgang mit dem Hund angehalten werden. Sie müssen respektieren, wenn sich der Hund einmal zum Schlafen zurückziehen will, statt mit ihnen zu spielen und sollten den Hund auf keinen Fall urplötzlich unter lautem Kreischen aus dem Körbchen heben. Generell benötigt der Hund – genau wie der Mensch – ausreichende Ruhepausen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Auf Bewegung achten

Bewegung an der frischen Luft ist für den Hund unverzichtbar. Viele Menschen glauben, dass der Spaziergang ausschließlich dazu ist, das Geschäft zu verrichten. Sie meinen, dass es bei schlechtem Wetter reicht, den Hund einmal kurz in den Garten zu lassen oder nur so lange spazieren zu gehen, bis er sich erleichtert hat, um dann schleunigst wieder kehrt zu machen und in die warme Wohnung zurückzukehren. Doch dies genügt nicht. Ein längerer Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung, pumpt frischen Sauerstoff in die Lungen und weckt den Geist. Dazu benötigt der Hund Beschäftigung – sei es, dass er beim Spaziergang Stöckchen apportiert oder zuhause in der Wohnung neue Kunststückchen lernt. Wird der Hund zu oft und zu lange sich selbst überlassen, trübt sich der Geist ein und die kognitiven Fähigkeiten lassen nach – dies schlägt sich dann auch auf das Immunsystem nieder.

Abwehrkräfte mit natürlichen Mitteln stärken

Ist der Hund trotz aller Bemühungen anfällig für Infektionskrankheiten, kann der Tierarzt ein leichtes pflanzliches Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte empfehlen. Zahlreiche vitaminhaltige Heilkräuter und Pflanzen wie Hagebutten wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Fenchel und Thymian sind gut für die Atemwege und wirken schleimlösend. Kräuter können ins Futter gemischt werden oder als Tee zubereitet werden. Ob der Hund sich am lauwarmen Hagebuttentee gütlich tut, bleibt abzuwarten. Manche Hundehalter haben auch gute Erfahrungen mit Dampfinhalationen gemacht, bei denen ein Aufguss vors Hundekörbchen gestellt wird. Ergreift der Vierbeiner jedoch die Flucht, sollte dies respektiert werden.

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