Welpenfutter

In den ersten Wochen ernährt sich der kleine Hundenachwuchs ausschließlich von der Muttermilch. Diese enthält alles, was die Welpen für ein gesundes Wachstum benötigen. Doch nach etwa drei bis vier Wochen wird es an der Zeit, ihnen zusätzliches Futter anzubieten. Dabei kommt es vor allem auf die Zusammensetzung an.

Energie und Protein sind wichtig

Als Faustregel gilt, dass ein Welpe täglich ein Fünftel seines eigenen Körpergewichtes als Milch konsumieren sollte. Um ihm die Umstellung auf feste Nahrung zu erleichtern, wird das erste Welpenfutter zunächst zu einem Brei verdünnt werden. Da Welpen in den ersten Lebenswochen stark wachsen, muss das Futter entsprechend viel Energie, Protein, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Fertiges Welpenfutter aus dem Handel ist dabei eine gute Wahl, allerdings sollte auf die Qualität geachtet werden. Manches Futter wird mit stärkehaltigen Nahrungsmitteln wie Getreide gestreckt, das jedoch beim Welpen zu Durchfall führen kann. Ideal ist Nassfutter, das mit Wasser zu Brei verrührt wird. Trockenfutter kann gemahlen und ebenfalls zu Brei verrührt werden. Im Laufe der nächsten Wochen wird der Wassergehalt immer weiter reduziert, bis der Welpe reguläres Futter zu sich nimmt.

Ein optimales Kalzium-Phosphor-Verhältnis wirkt sich positiv auf die Knochenentwicklung des jungen Hundes aus. Dies ist besonders wichtig bei großen Hunderassen, die zu Dysplasien (Verformungen der Knochen) neigen. Auf keinen Fall darf dem jungen Hund zu viel energiereiches Welpenfutter gegeben werden, da er sonst zu schnell wächst. Der Tierarzt berät gerne zu der richtigen Menge und zum richtigen Verhältnis für unterschiedliche Hunderassen.

Wann sollte das Welpenfutter abgesetzt werden?

Die Absetzung hängt vom Wachstum und der Hunderasse ab. In der Regel sollte Welpenfutter etwa bis zum 6. bis 12. Lebensmonat gegeben werden, da der junge Hund auch nach dem Erreichen seiner Erwachsenengröße noch zusätzliche Nährstoffe zur Festigung des Knochenbaus und zur Stärkung der Muskeln benötigt. Allerdings darf es auch nicht zu lange gefüttert werden. Bei Bedarf kann ein Zwischenschritt in Form von sogenanntem Juniorfutter eingelegt werden.

Fertiges Welpenfutter wird heute von zahlreichen großen Herstellern und kleineren Spezialisten angeboten. Namenszusätze wie „Junior„, „Puppy“ und „YoungStar“ Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat im März 2018 insgesamt 11 verschiedene Sorten getestet und ist dabei zu durchwachsenen Ergebnissen gekommen. Die Testergebnisse können hier abgerufen werden (kostenpflichtig).

Was ist mit Knochen als Welpenfutter?

Neben dem fertigen Trocken- und Nassfutter sollten Welpen auch Knochen zum Knabbern erhalten. Allerdings darf auch hier nicht übertrieben werden, denn Knochen enthalten sehr viel Kalzium. Dieses ist in gewissem Maß sehr wichtig für das Knochenwachstum und die Entwicklung der Muskulatur. In zu hohen Dosen führt es jedoch zu Skeletterkrankungen, Verdauungsstörungen und Schilddrüsenunterfunktion. Ein bis zwei Knochen pro Woche sind vollkommen ausreichend.

Ideal geeignet für Welpen sind eher weiche, leicht verdauliche Knochen, z.B. von jungen Hühnern. Wichtig dabei: Dem Hund dürfen nur rohe Knochen gefüttert werden. Gekochte Knochen neigen zum Splittern und können zu gefährlichen Verletzungen in der Speiseröhre und im Magen-Darm-Trakt führen. So dürfen dem jungen Kund auf keinen Fall die Reste des Brathähnchens vom eigenen Mittagessen gegeben werden. Rein zum Knabbern und Nagen geeignet sind große feste Knochen von großen Tieren wie Rindern. An ihnen kann der wachsende Hund seine Zähne bestens ausprobieren. Es lohnt sich, beim örtlichen Metzger des Vertrauens nach entsprechenden Knochen zu fragen.

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