Hundetraining

Immer nur auf der gleichen Strecke spazieren gehen? Da kommt bei Mensch und Tier irgendwann Langeweile auf. Die warmen Sommermonate sind die ideale Gelegenheit, um mit Ihrem Hund einmal etwas Neues auszuprobieren, zum Beispiel diese Hundesportarten.

Agility

Agility ist die wohl bekannteste Hundesportart überhaupt und die vielleicht unterhaltsamste für Hund und Herrchen.  Der englische Begriff Agility lässt sich mit Wendigkeit oder Flinkheit übersetzen. Auf einem Parcours muss der Hund eine Reihe verschiedener Hindernisse überwinden: Auf Mauern und durch Tunnel laufen, durch einen Reifen springen, eine Wippe überwinden und einen Slalom durch Stangen laufen. Ein Standardparcours ist etwa 200 Meter lang und bietet 20 verschiedene Hindernisse. Der Mensch begleitet seinen Hund während des Parcours, muss aber auf die Leine verzichten. Diese enge Zusammenarbeit stärkt das Vertrauen zwischen Zwei- und Vierbeiner.

Es versteht sich von selbst, dass der Hund nicht von heute auf morgen den gesamten Parcours überwinden kann. Am besten ist es, zunächst im eigenen Garten mit einigen einfachen Hindernissen wie einem Kunststofftunnel und einer Wippe anzufangen. Oft finden sich zuhause Dinge, die sich für den Parcours zweckentfremden lassen, z.B. alte Reifen zum Durchspringen oder eine niedrige Gartenmauer. Daneben sind preisgünstige Starter-Sets erhältlich. Hat der Hund gelernt, die Hindernisse zuhause mühelos zu überwinden, können Sie mit ihm einen echten Parcours aufsuchen. Denken Sie daran, die Hindernisse auf die Größe des Hundes abzustimmen und überfordern Sie ältere Hunde und ungelenke Welpen nicht!

Frisbee

Frisbee mit Hund ist eigentlich ein alter Hut, der als Hundesportart Disc-Dogging neu entdeckt wurde. Ging es früher nur darum, dass der Hund die geworfene Frisbee-Scheibe apportierte, lernt er nun, den Frisbee schon in der Luft zu fangen. Für den Anfang genügt es, ihm beizubringen, die flach über den Boden geworfene Scheibe zu erfassen und die Wurfhöhe nach und nach zu steigern. Wichtig dabei: Disc-Dogging darf nur auf weichen Böden (z.B. im eigenen Garten oder im Park) gespielt werden, um die Gelenke des Hundes beim Springen zu schonen. Außerdem müssen spezielle Hunde-Frisbee-Scheiben aus weichem bissfestem Material verwendet werden, die keine Verletzungsgefahr darstellen.

Dog Diving

Ein feucht-fröhliches Vergnügen für alle wasserliebenden Hunde ist das sogenannte Dog-Diving: Herrchen oder Frauchen wirft dabei vom Ufer aus ein Spielzeug in den See oder Weiher. Der Hund springt dann von einem speziellen Sprungturm oder einfach vom Steg aus ins Wasser, um den geworfenen Gegenstand zu apportieren. Dies können Sie eine ganze Weile mit dem eigenen Hund üben oder es auch dabei belassen. Bei einem sprungfreudigen Hund, der mit Feuereifer bei der Sache ist, lohnt sich die Teilnahme an Wettbewerben: Dabei kommt es darauf an, die größte Weite zu erzielen. Anders gesagt: Zunächst muss der Mensch so weit wie möglich werfen und anschließend der Hund so weit wie möglich springen.

Zughundesport

Bei Zughundesport denken die meisten Menschen fast automatisch an Huskies und Hundeschlitten in skandinavischen Winterlandschaften. Doch Zughundesport lässt sich auf vielfältige Weise und natürlich auch im Sommer betreiben. Sehr einfach ist beispielsweise das Bikejöring: Dabei wird der Hund mit Geschirr und Zugseil am Fahrrad angebunden. Der Hund zieht Mensch und Fahrrad dann über Fahrradwege oder weiche Waldwege. Um den Hund zwischendurch Pausen zu können oder bergauf zu helfen, sollten Sie ab und zu selbst in die Pedale treten. Wollen Sie es dem Hund noch einfacher machen, verwenden Sie einen leichten Tretroller. Eine noch recht junge Variante ist das sogenannte Canicross, bei dem der Mensch quasi an den Hund angeleint wird und hinter diesem herläuft. Geht dem Zweibeiner die Puste aus, wird der Hund ihn ziehen. Ein Notfallhaken verhindert, dass der Hund seinen Menschen nach einem Sturz hinter sich herzieht. Ein Tipp: Bei Zughundesport ist es grundsätzlich sinnvoll, ein Seminar zu besuchen, bei dem Hund und Herrchen gemeinsam die richtige Ausübung lernen.

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