Verbotene Lebensmittel für Hunde

Gerade zur Weihnachts- und Silvesterzeit kommt es immer wieder zu Konflikten, weil wohlmeinende aber ahnungslose Besucher dem Hund scheinbare „Leckerchen“ zustecken. Doch auch Hundebesitzer selbst sind sich oft gar nicht im Klaren darüber, dass bei Menschen als Köstlichkeit geltende Lebensmittel für ihren Vierbeiner gefährlich sein könnten. Hier eine Liste verbotene Lebensmittel für Hunde in der Übersicht:

  • Schokolade

Schokolade führt jede Liste der für Hunde verbotenen Nahrungsmittel an, denn die meisten Hunde betteln gerne um das süße Naschzeug. Und was Frauchen liebt, kann für ihn nicht verkehrt sein – oder? Tatsächlich können Hunde das in Kakao enthaltene Theobromin weit schlechter verwerten als Menschen. Ein kleines Stückchen Schokolade vertragen die meisten Hunde noch ganz gut, doch wenn sich der kleine Yorkshire Terrier an einem großen Schokoladen-Nikolaus vergreift, kann es zu schweren Kreislaufbeschwerden bis hin zum Tod kommen. Bitte lesen Sie dazu auch unebdingt unseren Artikel: Keine Schokolade für Hunde!

  • Milch

Viele Hunde leiden wie Menschen unter Laktoseintoleranz, d.h. sie können den in der Milch enthaltenen Milchzucker nicht aufspalten und verdauen. In der Folge kommt es zu Darmbeschwerden und Blähungen. So mag es „süß“ wirken, wenn der Hund Milch aus einem tiefen Teller schleckt wie eine Katze, doch es kann für ihn mit Bauchgrimmen enden. Auch der Klecks Sahne von der Kaffeetafel und andere Milchprodukte wie Joghurt sollten nicht gefüttert werden.

  • Avocado

Die Avocado hat sich in den letzten Jahren zum großen Lebensmittelkult entwickelt. Doch was dem Menschen gut tut, kann für den Hund sehr schädlich sein: Alle Bestandteile der Avocado (Fruchtfleisch, Schale und Kern) enthalten das toxische Fettsäurederivat Persin. Der menschliche Körper wird damit fertig, doch für Haustiere wie Hunde und Katzen ist Persin sehr gefährlich und kann je nach Menge zu Erbrechen, Koliken und tödlichen Herzmuskelschäden führen. Darum sollten Tierhalter aufpassen, dass der Hund keine Avocado schnappen und damit verschwinden kann.

  • Kaffee

Koffein ist für Hunde ein schweres Gift, das zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führen kann. Generell stehen die Chancen zwar eher schlecht, dass der Hund mit Kaffee in Kontakt kommt, doch dabei ist auch an Desserts wie Eiskaffee zu denken oder Kuchen mit kaffeehaltiger Buttercreme.

  • Zwiebeln & Knoblauch

Zwiebeln sind in der europäischen Küche allgegenwärtig. Sie enthalten jedoch spezielle Schwefelverbindungen, die rote Blutkörperchen angreifen und bei Hunden zu einer gefährlichen Blutarmut führen können. Das gleiche gilt auch für andere Knollengewächse wie Knoblauch und Porree. Werden dem Hund vom weihnachtlichen Festessen Fleischbröckchen u.ä. gereicht, ,sollten Besitzer darauf achten, dass keine Zwiebeln daran kleben.

  • Rosinen & Weintrauben

Rosinen sind häufig in Bratensaucen enthalten, sowie in Schokolade und Gebäckstücken. Allerdings enthalten sie ein bislang bis heute nicht identifiziertes Toxin, das bei Hunden (und Katzen) zu Erbrechen, Durchfall und sogar Nierenversagen führen kann. Das Gleiche gilt auch für Weintrauben, die ungetrocknete Variante der Rosine. Hunde sollten von beidem unbedingt ferngehalten werden.

  • Macadamia-Nüsse

Die aus Australien und Hawaii stammenden Macadamia-Nüsse tauchen hierzulande vor allem als geröstete Snacks auf. Für Menschen sind sie eine nährstoffreiche Köstlichkeit, doch für Hunde und Katzen sind sie giftig. Je nach gefressener Menge kann es zu Verstopfungen, Schmerzen und Muskelzittern kommen. Am besten ist es, wenn der Hund erst gar nicht an die Nüsse gelangen kann.

  • Knochen

Nicht direkt giftig aber dennoch gefährlich sind Tierknochen. Viele Menschen sind bis heute der Ansicht, dass der Hund ruhig „alle“ Knochen fressen darf und reichen ihm die abgenagten Hähnchenschenkel oder Kotelettknochen vom Tisch. Dabei sind gerade innen hohle Röhrenknochen von Geflügel und weich gekochte oder gebratene Knochen gefährlich: Sie neigen zum Splittern und wenn dem Hund ein Splitter im Hals steckenbleibt, droht Erstickungsgefahr. Wenn überhaupt, sollte der Hund nur große saftige Kauknochen direkt vom Metzger erhalten: Ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Vierbeiner!

Ein letzter Hinweis: Wie bei allen Giften gilt auch hier: Die Dosis macht’s. Hat der Hund aus Versehen ein Stück Schokolade mit einer Rosine darin verschluckt, wird er dies in der Regel problemlos wegstecken. Erhält er aber größere Mengen giftiger Lebensmittel oder über einen langen Zeitraum immer wieder falsche Kost (wie Schokoladenstückchen als „Leckerli„), kann dies irgendwann zu gesundheitlichen Problemen führen. Sie sollten im Zweifelsfall sofort einen Tierarzt aufsuchen, welcher das Tier dann genauer untersuchen kann.

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